Wie wird Nachhaltigkeit definiert? – Kurz und einfach erklärt

Wie wird Nachhaltigkeit definiert? – Kurz und einfach erklärt

Viele Menschen verbinden Nachhaltigkeit mit Umweltthemen wie den Klima- und Artenschutz. Tatsächlich beschreibt der Begriff „Nachhaltigkeit“ einen wesentlich allgemeineren Vorgang: der umweltfreundliche und achtsame Umgang mit Ressourcen, damit die natürliche Lebensgrundlage zukünftiger Generationen nicht gefährdet wird. Wie das funktionieren soll und seit wann es den Begriff gibt, erklären wir dir heute in unserem Blogbeitrag.

Seit wann gibt es den Begriff Nachhaltigkeit?

Schon im 18. Jahrhundert beschäftigten sich die Menschen mit ihrer Umwelt. So hat der Freiburger Oberberghauptmann Carl von Carlowitz schon früh gemerkt, dass nur so viele Bäume abgeholzt werden sollten, wie sie in absehbarer Zeit auch wieder nachwachsen können. Dadurch sollte ein stabiles Gleichgewicht geschaffen werden, der den Bestand des Waldes langfristig sicherstellen sollte. Dieses Konzept gilt bis heute als Definition einer nachhaltigen Entwicklung, die darauf abzielt, verantwortungsbewusst mit den natürlichen Ressourcen der Erde umzugehen.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Als Gesamtkonzept lässt sich der Begriff am besten mit den drei Säulen der Nachhaltigkeit erklären. Das Modell wurde 1977 von der EU in ihrem Vertrag von Amsterdam formuliert und besteht aus den drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales, die immer zusammenhängend zu betrachten sind.

Ökologische Nachhaltigkeit

Unter der ökologischen Nachhaltigkeit versteht man den Erhalt der Natur durch Verzicht auf Raubbau an der Umwelt und dem Schutz von natürlichen Ressourcen. Ökologische Nachhaltigkeit kann in sehr unterschiedlichen Formen gefördert werden. Unter anderem durch den persönlichen Lebensstil. Ob Auto, Wohnung oder Kleidung – wer mit anderen teilt oder etwas weitergibt, verhält sich ökologisch nachhaltig. Denn so muss weniger produziert und abgebaut werden und die Ressourcen können sich regenerieren.

 Ökologische Nachhaltigkeit

Ökonomische Nachhaltigkeit

Die ökonomische Nachhaltigkeit beschreibt ein Wirtschaftssystem, das nicht nur auf Gewinne ausgerichtet ist, sondern hauptsächlich zukunftsorientiert handelt. Dazu zählen beispielsweise kurze Produktionswege und die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen. Aber auch durch eine Unterstützung von Projekten des Umwelt- oder Menschenschutzes kann ein Unternehmen ökonomisch nachhaltig arbeiten. Auch Waara will dem Prinzip der ökonomischen Nachhaltigkeit folgen. Daher unterstützen wir nachhaltige Marken auf ihrem Weg, fairen Handel in unserer Wirtschaft durchzusetzen.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Soziale Nachhaltigkeit

Die dritte Säule beinhaltet die soziale Komponente. Ziel der sozialen Nachhaltigkeit ist eine Verteilungsgerechtigkeit, die sich mit der Armutsbekämpfung und der Förderung von Bildung mit Schwerpunkt auf den ärmeren Ländern der Welt befasst. Einen großen Fokus legt die soziale Nachhaltigkeit auch auf die Gleichberechtigung der Geschlechter, indem sie sich für gleiche Gehälter einsetzt und die Arbeitslosigkeit bekämpft. Um ein Gegenbeispiel zu nennen: Ein Getränkehersteller, der Wasser aus Jordanien verkauft, obwohl die Wasserressourcen des Landes knapp sind, verhält sich nicht sozial nachhaltig. Denn der Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wäre in diesem Fall nicht mehr gewährleistet.

Soziale Nachhaltigkeit

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ scheint sehr facettenreich zu sein. Doch eigentlich bedarf es nur eine Rücksicht auf unsere Erde und den zukünftigen Generationen, um nachhaltig zu leben. Für weitere Informationen zur Nachhaltigkeit empfehlen wir euch den Artikel zur Agenda 21 und als Buchtipp die Entdeckung der Nachhaltigkeit von Ulrich Grober.