Slow Fashion – 5 Kriterien an denen du nachhaltige Mode erkennen kannst

Slow Fashion – 5 Kriterien an denen du nachhaltige Mode erkennen kannst

Slow Fashion, grüne Mode, nachhaltige Mode - all diese Begriffe stehen im Grunde für die gleiche Sache: Textilien, die mit Respekt für Mensch und Umwelt hergestellt werden und von Langlebigkeit zeugen. Nachhaltige Mode entspricht keinem schnellen Modetrend und kann noch an viele Generation weitergegeben werden. Das ist besonders wichtig in Anbetracht unseres Konsumverhaltens. Wir konsumieren Mode wie Fast Food: Der deutsche Kleidungskonsum liegt jährlich bei rund 12 Kilogramm pro Kopf. Folgen sind Müllberge voll billiger und kurzlebiger Kleidungen, die von der Fast-Fashion Industrie im Schnelltempo hergestellt werden. Als Konsument hast du die Wahl: Entscheidest du dich für nachhaltige Mode, dann entscheidest du dich automatisch für einen nachhaltigen und bewussten Konsum von Kleidung.

Auf diese 5 Kriterien kommt es in der nachhaltigen Mode an:

1. Rohstoffe aus Bioanbau

Für die nachhaltige Herstellung von Kleidung ist die Herkunft sowie die Art und Weise der Gewinnung der Rohstoffe von entscheidender Bedeutung. Bei einem biologischen Anbau werden Rohstoffe mittels naturschonender Produktionsmethoden gewonnen. Im Unterschied zu konventionellen Anbauverfahren steht beim Bioanbau der Pflanzenschutz, die Bodenfruchtbarkeit, der Erhalt der Artenvielfalt und Ökosysteme, die Reinhaltung von Boden und Wasser und eine möglichst geringe Klimabelastung im Vordergrund. Dazu gehört auch eine standortangepasste Arten- und Sortenauswahl sowie eine artgerechte Tierhaltung. Bei Textilien kannst du die Verwendung von Rohstoffen aus biologischen Anbau durch die Kennzeichnung kbA (kontrolliert biologischer Anbau) erkennen.

Rohstoffe Bio-Anbau

2. Fair und Sozial

Slow Fashion bedeutet auch immer, dass die Kleidung unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wird. Ein Großteil der nach Deutschland importierten Textilien wird in Niedriglohnländern wie China, Bangladesch, Indien, Pakistan oder Vietnam hergestellt. Dort sind existenzsichernde Bezahlungen, ausreichender Arbeitsschutz und der Verzicht auf Kinderarbeit nicht immer gewährleistet. Viele Beschäftigte arbeiten unbezahlte Überstunden ab und dürfen sich nicht einmal in Gewerkschaften zusammenschließen. Die Fairtrade-Siegel, wie zum Beispiel das Fairtrade Certified Cotton Siegel, gewährleisten faire Löhne und die Existenzsicherung der Arbeitnehmer*innen, indem sie partnerschaftliche und langfristige Beziehungen schaffen. Immer öfter versuchen Unternehmen auch durch Spenden aus ihren Erlösen fair und sozial zu handeln.

Sozial und Fair

3. Recycelt und Recyclebar

Die Ressourcen für synthetische Materialien werden immer knapper. Recycling ist daher in vielerlei Hinsicht sehr wichtig. Nachhaltige Marken werden kreativ und gewinnen zum Beispiel ihre oft verwendete Bio-Baumwolle durch die Zerkleinerung von Rohfasern, die dann erneut versponnen und verwoben werden können. Wie man Baumwolle recyceln kann, kann man heutzutage auch Polyester recyceln. Hier werden vorhandene Kunststoffe aus Industrieabfällen mechanisch eingeschmelzt, um daraus wieder neue Fasern zu spinnen. Recycelte Produkte bedenken zusammengefasst schon bei der Herstellung, wie das entsprechende Produkt am Ende des Produktionszyklus wiederverwendet werden kann. Hinzu kommen auch immer mehr Upcycling-Produkte, bei dem Abfall-Gegenstände mittels kreativer Aufwertung neues Leben eingehaucht wird.

Recycelte Textilien

4. Ressourcenschonend

Langlebigkeit von Mode kann sich auch in der ressourcenschonenden Herstellung zeigen. Wichtige Punkte sind hier ein geringer Wasser- und Energieverbrauch, kurze Lieferwege und die Verwendung von schnell nachwachsenden Rohstoffen. Bambus ist das beste Beispiel für einen natürlich nachwachsenden Rohstoff. Mit einer Wachstumsgeschwindigkeit von bis zu 25 Zentimeter pro Tag können jährlich große Mengen an Bambus gefällt werden, ohne dabei den allgemeinen Bestand zu gefährden. Bambus verhindert die Bodenerosion, produziert überdurchschnittlich viel Sauerstoff und kann sehr viel CO2 speichern. Auch für Textilien kann aus der Pflanze Bambusfasern gewonnen werden, die dann wiederum zu einem hochwertigen und weichen Garn versponnen werden kann.

Ressourcenschonender Bambus

5. Vegan

Ein veganes Kleidungsstück ist, wie der Name schon verrät, gänzlich frei von allem Tierischen wie Wolle, Leder oder Pelz. Aber auch viele weitere Materialien sind tierischen Ursprungs, die auf dem ersten Blick vegan erscheinen. Knöpfe zum Beispiel können aus Horn oder Perlmutt hergestellt sein. Blusen und Kleider bestehen häufig aus Seide, die aus dem Kokon des Seidenspinners gewonnen wird. Und auch die Imprägnierung einer Regenjacke kann Bienenwachs enthalten. Vegane Kleidung bietet eine Alternative zur herkömmlichen Mode und sind dank dem Logo Peta approved vegan einfach und deutlich sichtbar.

Tierschutz und Veganismus

Nachhaltige Mode umfasst viele Aspekte – vom Einsatz umweltfreundlicher Materialien über die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards bis hin zum Verzicht auf tierische Bestandteile. Auch unsere Labels entwickeln sich in Sachen Langlebigkeit stets weiter und suchen nach Lösungsansätzen, um ein Produkt zu entwickeln, das rundum nachhaltig ist.