Nachhaltigkeit für Einsteiger – 5 Tipps, um nachhaltiger zu leben

Nachhaltigkeit für Einsteiger – 5 Tipps, um nachhaltiger zu leben

Jeden Tag hinterlassen wir einen ökologischen Fußabdruck. Der Abdruck versteht sich als ein Nachhaltigkeitsindikator, der beschreibt, wie viel Fläche ein Mensch benötigt, um seinen Bedarf an Ressourcen zu decken. Kriterien sind unter anderem die Wahl unserer Lebensmittel, genutzte Transportmittel und die Produktionsbedingungen unserer Konsumgüter. Unsere stetige Nachfrage kann jedoch nicht ewig gedeckt werden. Denn die natürlichen Ressourcen können nicht so schnell nachwachsen und sich regenerieren, wie wir sie verbrauchen. Um diese Entwicklung zu stoppen, müssen wir unseren ökologischen Fußabdruck verkleinern: Indem wir unser Konsumverhalten überdenken und nachhaltiger leben.

 

Aber wie bringen wir mehr Nachhaltigkeit in unser Leben?

1. Minimalistischer Lebensstil

Befreie dich von allem Überfluss und konzentriere dich stattdessen auf das Wesentliche. Es geht darum, nur noch das zu besitzen, was einen glücklich macht. Frage dich: „Brauche ich alle Kleider, die ich im Schrank habe? Brauche ich das neue Smartphone wirklich? Und wenn ich mir schon nicht so sicher bin, warum kaufe ich es dann?“ Wir sind oft von spontanen Impulskäufen beeinflusst, die uns vermeintliches Glück und gesellschaftliche Anerkennung versprechen. Auch die Werbung trägt mit falschen Versprechen dazu bei, dass wir Dinge kaufen, die wir nicht benötigen und Produktionsbedingungen unterstützten, die wir gar nicht wollen. Daher musst du weg vom Zwang zu mehr Wirtschaftswachstum und hin zum Minimalismus.

Minimalistischer Lebensstill

2. Nachhaltiger Konsum

Als Konsument entscheidest du, wem du dein Geld gibst und was für eine Welt du unterstützt. Denn der Konsum von Produkten beeinflusst nicht nur die wirtschaftliche und soziale Situation der Menschen, sondern auch den Zustand der Umwelt. Im Gebrauch und der Herstellung unserer Verbrauchsgüter liegt daher ein großes Potenzial zur Verringerung der Umweltbelastung. Denke global und handle lokal! Setze also beim Kauf von Produkten auf eine regionale Wertschöpfung, Bioqualität und faire Arbeitsbedingungen. In unserem letzten Blogbeitrag haben wir euch fünf Kriterien aufgelistet, an denen ihr nachhaltige Produkte erkennen könnt.

Nachhaltiger Konsum

3. Nachhaltig und Plastikfrei

Eine plastikfreie Welt wünscht sich fast jeder Mensch. Und trotzdem kaufen wir Produkte, in denen Tonnen viel Mikroplastik steckt, packen jedes Gemüse in einzelne Plastikbeutel und schmeißen unsere Einwegflaschen einfach auf die Straße. Wir benutzen in unserem Alltag viele Wegwerfprodukte aus Plastik. Das Schlimme daran ist, dass Plastik sich nie natürlich abbaut, sondern mit den Jahren nur in kleinere Teile zerfällt. Diese Plastikteile werden dann wiederum von Tieren als Nahrung aufgenommen, sodass sich ihr Körper mehr und mehr mit Plastik füllt. Und am Ende sind wir es, die diese Mengen an Plastik mit unserem nächsten Fischteller verspeisen. Versuche also, deinen Verpackungsmüll zu reduzieren, indem du unverpackte Produkte kaufst und beim nächsten Wocheneinkauf einfach eine Stofftragetasche mitnimmst. Falls du noch mehr Tipps suchst, dann schaue auch bei der Bloggerin Charlotte Schüler vorbei, die seit 7 Jahren angefangen hat, immer stärker auf Plastik zu verzichten.

Nachhaltig und Plastikfrei

4. Nachhaltige Mobilität

Viele Familien besitzen heutzutage zwei Autos oder sogar mehr. Vom Verkehr gehen jedoch erhebliche Belastungen für die Umwelt aus. Mehr noch: Der Verkehrssektor ist einer der Hauptquellen von CO2-Emissionen. Wenn möglich, wechsle auf öffentliche Verkehrsmittel, nutze für kurze Strecken das Fahrrad oder den einfachen Fußverkehr. Sie bilden das Rückgrat nachhaltiger Mobilität. Heutzutage gibt es auch viele neue Mobilitätsdienstleistungen wie das Car- und Bikesharing, die eine Möglichkeit bieten, umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Denn mit einer Mitfahrgemeinschaft halbiert ihr eure Kosten und tut der Umwelt etwas Gutes!

Nachhaltige Mobilität

5. Nachhaltige Ernährung

Was viele nicht wissen: Auch die Ernährung wirkt sich stark auf das Klima aus. Durch Produktion, Transport und Lagerung verursacht unser Ernährungsstil jährlich 2,1 Tonnen CO2 pro Kopf. Außerdem leiden häufig auch die Bäuerinnen und Bauern in den Herkunftsländern unter den Bedingungen einer konventionellen Lebensmittelproduktion. Nachhaltige Ernährung tut nicht nur dem eigenen Körper gut, sondern auch dem Klima und der Gesellschaft. Anfangen kannst du damit, weniger tierische Produkte zu kaufen. Denn allein ein Kilo Rindfleisch verursacht über 13 Kilogramm an schädlichen Klimagasen. Auch Bio-Produkte haben eine bessere Klimabilanz als konventionelle Produkte und unterstützen darüber hinaus eine nachhaltige Landwirtschaft. Letztlich kann auch die Wahl von regionalen und saisonalen Produkten umweltfreundlich sein, denn die Transportwege werden kurz gehalten und gleichzeitig werden keine Pestizide oder genetische Modifikationen eingesetzt.

Nachhaltige Ernährung

Messe jetzt deinen eigenen ökologischen Fußabdruck und beginne noch heute mehr Nachhaltigkeit in dein Leben zu integrieren! Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden, damit wir alle voneinander lernen und Teil einer Bewegung werden, die sich für unsere Erde einsetzt.