Nachhaltiges Homeoffice in Zeiten von Corona

Essen

Seit dem Ausbruch der Pandemie arbeiten über 18 Millionen Menschen in Deutschland im Homeoffice. Für die meisten bedeutet die Isolation in den eigenen vier Wänden weniger Bewegung, mangelnde Inspiration und fehlende Kontakte. Jedoch sollten wir auch die Chancen erkennen, die uns das Homeoffice bietet. Ganz besonders die Chancen für den Klimaschutz.

Weniger Berufsverkehr bedeutet weniger CO2

Das Arbeiten von zu Hause bringt einen großen Vorteil mit sich: Laut einer Greenpeace-Studie können mehr als 5,4 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden, wenn 40 Prozent der Arbeitnehmer*innen an zwei Tagen der Woche von zu Hause aus arbeiten. Denn der Verkehrssektor hat einen erheblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen in Deutschland. Dazu kommt, dass die Arbeitswege aufgrund von hohen Mietpreisen in der Stadt immer länger und somit umweltschädlicher werden. Das Arbeiten von zu Hause bedeutet ein Arbeitsweg ohne Staus, ohne Benzinverbrauch und ohne Verbrennung von fossilen Brennstoffen und ist somit die nachhaltigere Alternative zum gewohnten Arbeitsplatz im Büro.

Verkehr

Weniger Drucken bedeutet weniger Papiermüll

Im eigenen Homeoffice können wir bewusst Papier sparen und gleichzeitig unserer Umwelt zu Gute kommen. Trotz Digitalisierung schreitet der Papierverbrauch im Büro weiter voran. Was viele dabei nicht wissen: Knapp jeder fünfte der jährlich geschlagenen Bäume fällt weltweit für die Produktion von Zellstoff für Papier. Dadurch wird insbesondere der Regenwald zerstört. Überlege dir also beim nächsten Drucken, ob eine Mail nicht genügt. Solltest du dennoch drucken müssen, sollte die Wahl auf nicht gebleichtem Recyclingpapier liegen. Diese lassen sich am Siegel des Blauen Engels erkennen und garantieren, dass ausschließlich Altpapier verwendet wurde.

Papiermüll

Weniger Einweg-Essen bedeutet weniger Lebensmittelverschwendung

Im Büro wird im Zeitstress schnell zur 5-Minuten-Terrine oder dem Coffee-to-go-Becher gegriffen. Diese Einweg-Produkte enthalten nicht nur eine Menge Plastik, sie werden auch nach einmaligen Nutzen direkt weggeschmissen. Zu Hause kannst du dich nachhaltig ernähren, wenn du bewusst saisonal, regional und pflanzlich einkaufst und frisch kochst. Auch die Lebensmittelverschwendung kannst du reduzieren, indem du nur die Dinge kaufst, die du wirklich essen kannst.

Essen

Weniger Graustrom bedeutet weniger Energieverbrauch

Auf der Arbeit haben wir keinen Einfluss darauf, welchen Strom unser Arbeitgeber verwendet. Die meisten Computer und technischen Geräte laufen auf dem sogenannten Graustrom, der aus fossilen Brennstoffen oder Atomenergie hergestellt wird. Im eigenen Homeoffice hast du Einfluss darauf, indem du auf grünen Ökostrom umsteigst und damit den Anteil an konventionell erzeugtem Strom verringerst. Um noch weniger Strom zu verbrauchen, sollte auch ein Blick auf das eigene Internet geworfen werden. Denn das Internet ist tatsächlich ein Megastromfresser. Riesige Serverfarmen müssen ständig gekühlt werden, damit unsere Daten in der Cloud gesammelt werden können. Eine Möglichkeit, um deinen Energieverbrauch zu senken ist deine Dateien immer nur an einem Ort zu speichern und das auch nur so lange, wie sie gebraucht werden. Außerdem kannst du die Umweltsünde Internet zumindest mit dem Wechsel auf eine grüne Suchmaschine minimieren. Die grüne Suchmaschine Ecosia spendet Geld an Wiederaufforstungsprogramme und pflanzt bei jeder 45. Suchanfrage einen Baum.

Strom

Neben den negativen Aspekten, die uns das Corona-Virus bringt, bieten einige Aspekte wie das Homeoffice auch Chancen für unsere Umwelt! Nicht zuletzt, weil der tägliche Arbeitsweg und der Papiermüll überflüssig werden. Fallen dir weitere Gründe für die Nachhaltigkeit im Homeoffice? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar.


Hinterlassen Sie einen Kommentar