Nachhaltige Ernährung – 4 Tipps für eine umweltfreundliche Ernährung

Nachhaltige Ernährung – 4 Tipps für eine umweltfreundliche Ernährung

Oft scheint es, dass das Verhalten des Einzelnen keinen Einfluss hat. In Wahrheit hat unsere Ernährung und wie wir mit Lebensmitteln umgehen einen großen Einfluss auf die Umwelt – lokal wie global, heute wie morgen. Eine nachhaltige Ernährung setzt sich für zukünftige Generationen ein und wirkt sich in vier Dimensionen aus: auf Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit.

1. Entwickle ein nachhaltiges Kaufverhalten

Nachhaltige Ernährung beginnt beim Einkauf und dem eigenen Konsumverhalten. Die meisten Supermärkte bieten heutzutage zu fast jeder Jahreszeit alles an. Egal ob Kiwis aus Neuseeland, Erdbeeren im Winter oder Spargel im Herbst. Die permanente Verfügbarkeit aller Lebensmitteln erscheint mittlerweile selbstverständlich und es wird blind konsumiert. Umso wichtiger ist es, dein eigenes Kaufverhalten zu hinterfragen und dir bewusst zu werden, für welche Lebensmittel du dich entscheidest und warum. Unsere Ernährungsweise sollte so gestaltet sein, dass wir die Umweltzerstörung mit unserem Kaufverhalten nicht weiter verschärfen. Zum Beispiel ist das Verzehren von Avocados nicht besonders nachhaltig. Sie wachsen in Mittel- und Südamerika und benötigen für ein Kilo bereits einen enormen Wasserverbrauch von fast 1000 Liter. Die richtige Wahl liegt in saisonalen und regionalen Lebensmitteln. Zum einen werden für saisonale Lebensmittel keine künstlichen Pestizide eingesetzt und sie verbrauchen weniger Wasser, da sie den natürlichen Wetterverhältnissen angepasst sind. Zum anderen verringern Lebensmittel aus der Region Luftverschmutzungen und stärken die heimische Landwirtschaft.

Saisonale und Regionale Lebensmittel

2. Kaufe plastikarm ein

Ein plastikfreier Einkauf ist gar nicht immer so leicht, dafür aber essenziell, um nachhaltig einzukaufen. Mit nachhaltigen Obst- und Gemüsenetzen oder einem Brotbeutel aus Baumwolle lässt sich jede Menge Plastik vermeiden. Noch einfacher lässt sich die Aufgabe in einem Unverpackt Laden bewältigen. Hier kannst du, ähnlich wie auf dem Wochenmarkt, auf Lebensmittel ohne Verpackungen zugreifen. Eine weitere Möglichkeit, um Plastik zu vermeiden, ist es, auf Fertigprodukte zu verzichten. Denn in Fertigprodukten stecken viele Konservierungsstoffe und damit auch eine Menge Müll. Vorratspackungen oder Vorkochen können dabei helfen, den Müll zu reduzieren. Im Bereich Getränke kannst du beispielsweise Plastikflaschen vorziehen oder mit einem SodaStream dein eigenes Sprudelwasser herstellen. Säfte und alkoholische Getränke gibt es auch im Glas.

Plastikarm einkaufen

3. Ernähre dich vegan oder vegetarisch

Eine vegane Ernährung ist deutlich ökologischer als eine Ernährung mit Tierprodukten. Rund 70 Prozent der weltweit landwirtschaftlich genutzten Flächen werden für die Tierhaltung und Futtermittel gerodet. Dazu kommen die 15.000 Liter Wasser, die für ein Kilogramm Fleisch benötigt werden. Fakt ist, mit dem Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung kann man seinen ökologischen Fußabdruck ohne großartige Einschränkungen enorm verkleinern. Fällt dir der Umstieg auf eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise schwer? Dann versuche es mit kleinen Veränderungen wie zum Beispiel nur noch ein Mal die Woche Fleisch zu konsumieren. Mit kleinen Schritten kann schon viel erreicht werden.

Vegane Ernährung

4. Vermeide Lebensmittelverschwendungen

Ein Großteil aller produzierten Lebensmittel landet ungenutzt im Müll. Um das zu vermeiden, solltest du nur soviel kaufen, wie du tatsächlich brauchst. Eine Einkaufsliste kann dabei dir helfen, nur das Nötigste zu besorgen und Geld zu sparen. Zu Hause angekommen, solltest du darauf achten, die Lebensmittel richtig zu lagern, damit sie noch lange genießbar sind. Ein Praxis-Tipp: Friere Obst und Gemüse ein. Dadurch bleiben die Vitamine und Mineralstoffe sowie der natürliche Geschmack größtenteils und ihr könnt die Lebensmittel auch später noch genießen. Weitere Möglichkeiten neben dem Einfrieren sind Konservieren, Einlegen oder Trocknen.

Lebensmittelverschwendung

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie du all diese Punkte in deinem Alltag umsetzen kannst? Fange klein an und sei geduldig mit dir selbst. Jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung zählt. Für weitere Tipps, wie du im Alltag nachhaltiger leben kannst: Nachhaltigkeit für Einsteiger – 5 Tipps, um nachhaltiger zu leben