Minimalismus – Weniger ist mehr

Minimalismus – Weniger ist mehr

Wie viel brauche ich, um glücklich zu sein? Auf der Suche nach einer Antwort stoßen viele Menschen auf den Minimalismus. Im heutigen Blog erklären wir dir, was dahinter steckt und wie man zum Minimalisten wird.

„Der beste Weg, um herauszufinden, was wir wirklich brauchen, ist, das loszuwerden, was wir nicht brauchen.“ – Marie Kondõ

Was bedeutet Minimalismus?

Ob wir es Minimalismus, Konsumverzicht oder einfaches Leben nennen: Im Kern geht es darum, sich von materiellem Überfluss zu verabschieden und sich auf das wirklich Wichtige im Leben zu konzentrieren. Der Minimalismus versteht sich daher auch als eine Art Gegenbewegung zu Konsumwahn und Materialismus und ist damit auch besonders nachhaltig.

Minimalismus

Woher kommt der Minimalismus?

Der Minimalismus findet seinen Ursprung in der Antike. Die griechischen Stoiker predigten als erste Philosophen die Einfachheit. Im Mittelpunkt der stoischen Philosophie stand der Mensch, die innere Unabhängigkeit und die Freiheit. In den 1960-Jahren kam die Vereinfachung dann als Kunstrichtung und Gegenbewegung zum Expressionismus auf. Als Kontrapunkt zu den aufwendigen Gemälden dieser Zeit schufen die Maler Kunstwerke aus wenigen Farben und Formen. Und auch heute ist der Minimalismus in vielen Bereichen unseres Lebens vertreten, nicht nur als Lebensstil, sondern auch als Designkonzept von vielen nachhaltigen Modemarken.

Minimalismus

Warum minimalistisch leben?

Sobald wir mit dem Vereinfachen beginnen, geschieht Erstaunliches: Wir finden Zeit, sich dem zu widmen, was uns wichtig ist. Denn wer wenig besitzt, muss sich auch um weniger kümmern, hat dafür aber mehr Platz, Zeit und Geld. Kurz gesagt: weniger materiellen Ballast. Und das kann glücklich machen. 

Zeit

Wie wirst du zum Minimalisten?

Ein Grund, weswegen wir uns mit Konsumgütern belohnen, ist die Vorstellung, dass uns materielle Dinge glücklich machen. Jedoch macht der Erwerb von materiellen Dingen nur temporär für eine begrenzte Zeit glücklich. Er kann uns also keine nachhaltige Erfüllung bringen. Wenn wir zu dieser Erkenntnis kommen, fällt uns auch das Ausmisten leichter.

Minimalismus

1. Behalte, was dich glücklich macht

Viel zu oft behalten wir Dinge, die wir nicht brauchen, weil wir denken, dass sie mit der Zeit noch nützlich werden können. Hier bietet sich die KonMari-Methode „Magic Cleaning“ an, auch der wir jede Schublade im Kleiderschrank einzeln ausräumen und anschließend jedes Teil einzeln betrachten. Nur wenn das Kleidungsstück uns in diesem Moment und nicht später einmal glücklich macht, kommt es zurück an seinen Platz. Durch das Ausmisten verinnerlichen wir nach und nach den Grundgedanken des Minimalismus: Wir lassen los und fühlen uns dadurch freier. 

2. Zurümpeln vermeiden

Neben dem Entsorgen steht auch das Vermeiden des Zurümpeln im Mittelpunkt des Minimalismus. Denn fast immer folgt nach dem Entrümpeln wieder ein Zurümpeln von Dingen, die wir nicht benötigen. Wir kaufen Sachen, wir bekommen Sachen geschenkt, wir leihen uns Sachen oder ziehen Sachen aus dem Briefkasten. Mache dir also klar, dass alles, was wir gar nicht erst kaufen, wir später auch nicht entrümpeln müssen. Frage dich auch: Besitze ich diesen Gegenstand nicht schon? Kann ich den Gegenstand nicht noch reparieren? Bereichert der Gegenstand wirklich mein Leben?

3. Mache alles möglichst sichtbar

Von Klamotten über Lebensmittel bis hin zu Büchern. Verstaue deine Sachen nicht in der hintersten Ecke deines Schranks, sondern platziere sie möglichst offen. Denn nur wenn du deine Dinge im Blick hast, weißt du, was du besitzt und kaufst nicht unnötig Neues. Ein weiterer Vorteil: Die Wohnung ist ständig aufgeräumt und du musst weniger putzen. Schließlich fordern all unsere Besitztümer auch unsere Aufmerksamkeit. Die Vase muss abgestaubt, die Bücher müssen geordnet und die Bluse muss aufgehängt werden.

Wer sich mit Minimalismus beschäftigt, merkt schnell, wie das Aufräumen und Entrümpeln die eigene Seele durchlüftet. Wer keinen Krempel braucht, um kleine Glücksmomente zu zelebrieren, kann sich auf die einfachen Dinge im Leben konzentrieren und das pure Glück genießen.