Elasthan: Eigenschaften, Verwendung und Kritik

Elasthan: Eigenschaften, Verwendung und Kritik

Heute ist Elasthan unter vielen verschiedenen Markennamen bekannt. Lycra, Creora, Linel und Elaspan sind die prominentesten Vertreter. Eines haben sie alle gemeinsam: eine hohe Dehnbarkeit. Denn Elasthan kann sich bis um das Siebenfache seiner Ursprungsgröße ausdehnen. Das macht die Kunstfaser beliebt und vielseitig einsetzbar. Für Umwelt und Klima ist Elasthan jedoch problematisch.

Wie wird Elasthan hergestellt?

Elasthan wird durch die Verschmelzung verschiedener Polyurethane und Polyethylglykol hergestellt. Während das Polyurethan für die Festigkeit sorgt, ist das Polyethylglykol für die Elastizität verantwortlich. Damit ist der Stoff nicht nur reißfest, sondern lässt sich auch um bis zu 700 Prozent seiner Ursprungsgröße in die Länge ziehen. Er knittert nicht und lässt sich darüber hinaus auch noch gut färben. Trotzdem kommt der Stoff in den meisten Fällen nicht alleine zum Einsatz. In Kombination mit anderen Stoffen wie Baumwolle oder Polyester kommen seine guten Eigenschaften erst besonders zum Tragen.

Elasthan

Vorteile von Elasthan

Durch die besondere Dehnbarkeit von Elasthan ist der Stoff vor allem im Bereich der Sportkleidung zu finden. Schwimmbekleidung oder Leggings wären ohne Elasthan undenkbar. Doch auch in der Alltagskleidung und in Heimtextilien spielt Elasthan eine entscheidende Rolle. Für Socken, Unterwäsche und Jeans ist Elasthan zum Beispiel für einen sicheren Halt und den Stretch-Effekt zuständig. Für Bettbezüge und Laken wiederum, sorgt Elasthan für das Extra an Bequemlichkeit.

Yoga

Nachteile von Elasthan

Trotz seiner durchaus praktischen Eigenschaften birgt Elasthan jedoch große Probleme für die Umwelt. Die synthetischen Stoffe, aus denen Elasthan hergestellt wird, sind nämlich nicht gerade umweltfreundlich: Polyurethan ist eine Kunstfaser, die unter anderem aus Erdöl gewonnen wird. Beim Abbau und der Verbrennung von Erdöl kann es oft zu sehr giftigen Dämpfen kommen, die sich in der Atmosphäre anreichern und damit zur Gefahr für Umwelt und Klima werden. Außerdem ist die Produktion von Polyurethan mit einem hohen Energie- und Sicherheitsaufwand verbunden.

Pollution

Das Problem von synthetischen Mischfasern

Neben Elasthan bestehen heutzutage auch viele andere Stoffe aus synthetischen Fasern. Alle Textilien verlieren durch Reibung und Abnutzung nach und nach Teile ihrer Fasern, die wiederum auf direktem Weg in unser Abwasser gespült werden. Bei Naturtextilien wie Baumwolle und Hanf oder anderen Pflanzenfasern ist das weitgehend unproblematisch. Bei Synthetikfasern wie Elastan und Polyester dagegen wandern die Fasern in Form von kleinsten Mikroplastiken über das Abwasser in unsere Meere. Denn die Partikel sind so klein, dass es schlichtweg unmöglich ist, sie in Klärwerken aufzufangen. Sie können einfach ungehindert in die Natur fließen und ziehen traurige Folgen der Verschmutzung mit sich.

Pollution

Bis heute ist ein mögliches Recycling von synthetischen Mischfasern wie Elasthan noch nicht ausgereift. Um die Umweltverschmutzung trotzdem möglichst zu verringern, solltest du beim Kauf auf Naturtextilien achten und dir spezielle Wäschebeutel bei Guppyfriend holen. Die Beutel sind so konzessioniert, dass sie selbst die kleinsten Mischfasern auffangen. Damit kannst du den Großteil der Mikropartikel beim Waschen schon darin sammeln und sie danach im Restmüll entsorgen.