Einfach plastikfrei leben: 4 Tipps, mit denen du deinen Plastikkonsum reduzieren kannst

Einfach plastikfrei leben: 4 Tipps, mit denen du deinen Plastikkonsum reduzieren kannst

Eine ins Meer geworfene Plastikflasche treibt 450 Jahre im Meer, bis sie in kleine Plastikpartikel, sogenanntes Mikroplastik zersetzt wird. Diese kleinen Plastikpartikel werden von Meerestieren wie Fischen gefressen und liegen einige Zeit später auf unserem Mittagstisch. Plastikmüll im Meer entsteht aber nicht nur durch das Entsorgen von Plastikflaschen, Plastiktüten und anderen Dingen aus Kunststoff in der Umwelt. Entscheidend ist vor allem die persönliche Einstellung eines jeden Menschen, um die Massen an Plastikmüll zu reduzieren. Deshalb zeigen wir dir heute 4 Tipps, mit denen du deinen Plastikkonsum reduzieren kannst und weniger Mikroplastik in die Gewässer schießt.

1. Bad

Über unsere tägliche Hygiene gelangt jeden Tag eine Menge Mikroplastik ins Abwasser. Das Problem dabei ist, dass die kleinen Teilchen von den Kläranlagen nicht vollständig herausgefiltert werden können. Um Mikroplastik in unserem täglichen Konsum aufzudecken, müssen wir bei unseren Produkten hinter die verzerrten Fachbegriffe schauen. Die Codecheck-App für Apple und Android kann dabei helfen, schnell und einfach Pflegeprodukte ohne Mikroplastik aufzufinden. 

Zunächst vielleicht ungewohnt, dafür aber ohne Plastik ist die Seife. Duschgel, Shampoo und Deo funktionieren auch wunderbar am Stück. Damit ersetzt du mit einem Stück Seife bereits viele Plastikspender und reduziert deinen Plastikmüll.

Speziell für Frauen gibt es eine weitere Möglichkeit, in der Hygiene Plastik und Müll zu sparen. Denn im Laufe des Lebens verbraucht jede Frau ca. 12.000 Tampons und Binden. Dieser riesige Müllberg ist deshalb problematisch, weil der Großteil der konventionellen Tampons und Binden Plastik enthält, was bis zu 500 Jahre braucht, zum zu verrotten. Als Alternative können Frauen zur Menstruationstasse greifen, die mehrere Jahre genutzt werden können und eine Menge Müll einsparen.

Für die Männer lohnt es sich, den herkömmlichen Rasierschaum zu überdenken. Die Aluminiumdose landet nicht nur nach kurzer Zeit im Müll, sie besitzt darüber hinaus auch viele bedenkliche Inhaltsstoffe. Greift stattdessen zu müllfreien und unbedenklichen Alternativen wie die Rasierseife oder klarem Wasser.

Bad

2. Küche

Auch in der Küche treffen wir leider auf eine große Bandbreite an Plastikprodukten. Angefangen beim Einkauf, kannst du bereits auf Produkte verzichten, die übermäßig in Plastik verpackt sind. Oder du besuchst am Wochenende einfach mal einen Unverpackt-Laden. Hier kannst du deine Lebensmittel direkt unverpackt einkaufen. Schnapp dir dazu auch Aufbewahrungsboxen oder Einmachgläser, die du zur Aufbewahrung von Reis, Nudeln und weiteren Lebensmitteln nutzen kannst.

Neben Verpackungsmüll ist der wohl bekannteste Umweltsünder der Plastikstrohhalm. Sage Nein zu Plastikstrohhalmen und nutze dafür lieber plastikfreie Alternativen wie die wiederverwendbaren Glastrinkhalme von Last Straw. Diese praktischen Strohhalme kannst du durch ihre zusammenschiebbare Konstruktion immer bei dir haben, wenn du unterwegs bist und somit auf eine Menge Plastikmüll verzichten. 

Ähnlich sieht es bei den Kaffekapseln aus. Bei einem durchschnittem Kaffee macht die Kapsel rund einen Viertel der Umweltbelastung aus. Relativ schwere Kunstsoffkapseln und solche, die zusätzlich noch einzeln verpackt sind, schneiden noch schlechter ab und dazu sind sie auch noch extrem teuer. Greife stattdessen zu Fairtradekaffee, der nicht nur lecker schmeckt, sondern auch nachhaltig produziert wurde und die Umwelt schont. 

In der Küche angekommen, solltest du versuchen, möglichst frisch zu kochen und auf Fertiggerichte in Plastikverpackungen zu verzichten. Ein weiterer Vorteil: Plastikfrei leben sorgt für Abwechslung auf deinem Speiseplan.

Küche

3. Haushalt

Auch im Haushalt gibt es viele plastikfreie Alternativen. Bringe zum Beispiel einen „Bitte keine Werbung“-Aufkleber an deinen Briefkasten an. So sparst du dir unnötige Werbung und Plastik. 

So bequem sie auch sind, verzichte in deinem eigenen Heim auf Plastikblumen und bepflanze stattdessen deinen Balkon oder dein Zimmer mit echten Pflanzen, die darüber hinaus auch die Luftqualität verbessern können.

Kaputte Gegenstände in deiner Wohnung lassen sich meist noch reparieren. In einigen Städten gibt es sogenannte Repair-Cafés, wo du mithilfe von Fachleuten kaputte Haushaltsgeräte kostengünstig reparieren kannst.

Wenn dir bestimmte Gegenstände in deinem Haushalt fehlen, frage dich immer: Brauche ich diese Sache wirklich? Oder liegt sie nach drei Tagen nur unnütz herum. Jeder sollte neben einem Leben ohne Plastik auch versuchen, sinnvoller zu konsumieren. Statt immer Neues zu kaufen, kannst du viele Dinge einfach leihen, austauschen oder verschenken.

Pflanzen

4. Unterwegs

Besonders unterwegs fällt es häufig schwer, auf Plastik zu verzichten. Die einfachste Möglichkeit ist immer, Essen für unterwegs mitzubringen. Egal ob Brot oder Rest vom Vorabend – mit einer Metalldose hast du dein Snack immer dabei, kannst so auf Plastik-to-go aus dem Supermarkt verzichten und sparst dir nebenbei eine Menge Geld.

Auch eine wiederverwendbare Trinkflasche sollte immer mit dabei sein. Eine Glas- oder Edelstahl-Flasche kann unterwegs immer aus dem Hahn aufgefüllt werden und hält sogar die Getränke kalt bzw. warm.

All das per Hand zu tragen wäre natürlich mühsam. Nimm dir daher immer noch eine Stofftasche mit. So kannst du auch ideal auf Plastiktüten verzichten. Tatsächlich werden in Deutschland 2,4 Milliarden Plastiktüten im Jahr verbraucht. Die durchschnittliche Nutzung liegt jedoch bei lediglich 25 Minuten. 

Unterwegs kannst du dann auch an einer Aufräumaktion teilnehmen. Hier geht es darum, beim Spaziergang möglichst viel Müll mitzunehmen. Auch wenn wir bei Weitem nicht den ganzen Müll einsammeln können, reicht es bereits immer 2 Dinge mitzunehmen, welche du unterwegs findest und zu Hause entsorgen kannst. Solltest du täglich auch nur 2 Plastikflaschen auf dem Nachhauseweg aufheben, macht das in einem Jahr 730 Plastikflaschen!

Unterwegs plastikfrei leben

Wer nachhaltig lebt und wenig Müll produziert, sollte auch andere mit seinem Lebensstil inspirieren. Denn je mehr Menschen wir von einem plastikfreien Leben überzeugen können, desto eher wird unsere Gesellschaft langfristig nachhaltiger. Teile diesen Artikel und setze damit ein Zeichen!