Capsule Wardrobe – Schritt für Schritt zum nachhaltigen Kleiderschrank

Capsule Wardrobe – Schritt für Schritt zum nachhaltigen Kleiderschrank

Trotz vollem Kleiderschrank wieder einmal nichts zum Anziehen? Mit der Capsule Wardrobe besitzt du nur noch das absolute Minimum – ein Kleiderschrank voller Lieblingsstücke. Im Blog zeigen wir dir heute, wie eine zeitlose Garderobe mit ein paar essenziellen Basics gelingt. 

Was ist ein Capsule Wardrobe?

Susie Faux, die in den 1970er-Jahren zum ersten Mal den Begriff der Capsule Wardrobe verwendete, definierte das Prinzip als Garderobe aus ein paar essenziellen Kleidungsstücken, die nie aus der Mode kommen und immer gut kombinierbar sind. Das Prinzip war einfach zu verstehen: Weniger ist mehr. Faux limitierte ihren Capsule Wardrobe auf maximal 12 Stücke, die zwei bis drei Mal im Jahr ausgetauscht werden können. Es bleiben nur die Teile, die gut sitzen, eine hohe Qualität haben und die man auch wirklich gerne trägt.

Wie viele Kleidungsstücke sind sinnvoll?

Im Schnitt sollte die Capsule Wadrobe 37 Teile pro Jahreszeit enthalten – inklusive Schuhe und Taschen. Manche Menschen reduzieren ihre Garderobe sogar auf bis zu 10 Kleidungsstücke. Unterwäsche, Socken, Sportkleidung und Pyjamas werden meist nicht mitgezählt. Diese Limitation wirkt vielleicht auf den ersten Blick extrem, soll aber dabei helfen, den eigenen Stil kennenzulernen und sogar neue Kombinationsmöglichkeiten hervorzubringen. Die 10 mal 10 Tage Challenge von Bloggerin Lee von Style Bee eignet sich als tolle Einstiegsmöglichkeit für die Capsule Wardrobe. Hier werden zunächst 10 verschieden Stücke aus der Garderobe ausgewählt (Hierzu zählen nur Kleidung und Schuhe). Mit diesen Basics werden dann 10 verschiedene Outfits erstellt, die man dann an 10 aufeinander folgenden Tagen tragen soll. Hiermit kann man einfach ausprobieren, ob die Capsule Wardrobe für einen selber denkbar ist.

Capsule Wardrobe

Wie viele Farben sind sinnvoll?

Capsule Wardrobes basieren auf Basics, dennoch muss man noch lange nicht komplett auf Statement-Teile verzichten. Welche Farben die eigene Capsule Wardrobe enthält, ist also sehr vom persönlichen Stil abhängig. Hilfreich ist es jedoch, eine Basisfarbe zu wählen, die man oft trägt. Wer zum Beispiel oft Denim trägt, sollte die Basisfarbe blau wählen. Dann werden zwei neutrale Farben festgelegt, die sich gut mit der Basisfarbe kombinieren lassen, zum Beispiel weiß und grau. Abschließend wird noch eine Akzentfarbe ausgewählt, um etwas Schwung in den Kleiderschrank zu bringen wie etwa die Farbe rot. Ziel der Auswahl ist es, am Ende möglichst viele Stücke untereinander kombinieren zu können. 

Was sind die Vorteile der Capsule Wardrobe?

Mit dem Bewusstsein für die eigene Kleidung und dem Fokus auf Langlebigkeit geht die Capsule Wardrobe Hand in Hand mit dem Prinzip der Slow Fashion. Oft verstecken sich Kleidungsstücke im Schrank, die man kaum trägt, aber dennoch nie aussortiert hat. Eine Umfrage von Greenpeace aus dem Jahr 2015 zeigt, dass jedes fünfte Kleidungsstück in Deutschland fast nie getragen wird. Aus Nachhaltigkeitssicht ist dieses Konsumverhalten eine große Ressourcenverschwendung. Weniger Teile im Schrank sind also ein Ausdruck moderner Nachhaltigkeit, da Ressourcen geschont werden und der bewusste Konsum gelernt wird. 

Capsule Wardrobe

Weniger Teile zu besitzen, klingt zuerst nach einem großen Zeitaufwand und Verzicht. Auf Dauer spart die Capsule Wardrobe jedoch Zeit und Energie bei der Kleiderauswahl und schult die Konzentration auf das Wesentliche.