5 nachhaltige Materialien, die du mit gutem Gewissen kaufen kannst

5 nachhaltige Materialien, die du mit gutem Gewissen kaufen kannst

Wir haben fünf Tipps aufgelistet, nach welchen Materialien Sie Ausschau halten sollten, wenn Sie etwas Neues einkaufen. Aber vergessen Sie nicht, vorher in Ihrem Kleiderschrank nachzusehen – da die Kleiderstücke und Materialien, die Sie schon haben, am nachhaltigsten sind.

Was versteht man unter nachhaltigen Materialien?

Als nachhaltige Materialien werden hauptsächlich Naturmaterialien bezeichnet. Allerdings spielen hier ebenso recycelte Stoffe und schonende Färbemethoden eine wichtige Rolle. Grundsätzlich ist bei nachhaltigen Materialien stets die Langlebigkeit ein entscheidender Faktor. Die Herstellung erfolgt mit möglichst wenig Energieaufwand aus nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen. Ohne Pestizide, mit veganen Materialien aus einer guten Qualität und das Ganze wird auch noch fair produziert.

1. Bio-Baumwolle 

Baumwolle ist die beliebteste Textilfaser der Welt. Doch leider ist konventionelle Baumwolle überhaupt nicht nachhaltig. Die Hauptgründe dafür sind der enorme Wasserverbrauch und die Verwendung von umweltschädlichen Pestiziden während der Produktion. Deshalb sollte man sich bei dem Kauf von Baumwolle darauf achten, dass die Baumwolle biologisch angebaut ist. Beim biologischen Anbau von Baumwolle ist die Verwendung von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel verboten. Außerdem ist der Wasserverbrauch um 87 Prozent deutlich geringer als beim konventionellen Anbau. Grund dafür ist, dass beim Bio-Anbau die Böden mehr organische Substanz enthalten und deshalb mehr Wasser speichern können. Außerdem wird für den Bio-Anbau oft Regenwasser aufgefangen und für die Bewässerung verwendet. 

Biobaumwolle

2. Leinen

Leinen (oder Flachs) ist eine einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 20-100 cm erreicht. Schon seit Jahrtausenden wird Leinen vom Menschen genutzt und war neben Wolle bis ins 19. Jahrhundert der wichtigste Rohstoff für Textilien. Genauso wie Baumwolle oder Hanf gehört sie zu den pflanzlichen Naturfasern, die biologisch abbaubar sind. Ein weiterer Vorteil von Leinen: Sie kann in kalten, regnerischen Regionen angebaut werden und ist außerdem widerstandsfähig gegen Pestizide. Zieht Leinen gegenüber Baumwolle vor, da diese große Mengen an Wasser und Pestiziden verbraucht und außerdem über den ganzen Erdball transportiert werden muss.

Leinen

3. Hanf 

Stoffe aus Hanf sind vergleichbar mit Stoffen aus Leinen. Hanf wächst ebenfalls gut in moderatem Klima, wo genügend Regen fällt, sodass keine künstliche Bewässerung notwendig ist und somit weniger Wasser verbraucht wird. Außerdem wächst Hanf extrem schnell und benötigt nur wenig Pflege und sehr wenig bis keine Pestizide. Der Stoff sieht ungefähr aus wie Leinen und wird oft mit ökologischer Baumwolle gemischt, um die Eigenschaften des Stoffes zu verändern. Kleidung und andere Produkte aus Hanf haben eine hervorragende Feuchtigkeitsregulierung, weshalb sie besonders gut geeignet sind für wärmere Temperaturen.

Hanf

4. Lyocell / Tencel 

Tencel Lyocell- und Modalfasern werden aus dem nachhaltigen Rohstoff Holz erzeugt. Der Stoff ist atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend und kann für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt und mit verschiedensten Materialien kombiniert werden. Außerdem ist das Material vollständig biologisch abbaubar. Lyocell ist sehr bequem zu tragen und wird auch "Kunstseide" genannt. Wählt Lyocell als umweltfreundliche Alternative zu Viskose, Polyester oder Nylon.

Tencell

5. Econyl 

Econyl wird aus wiederverwertetem Kunststoff hergestellt und ist dennoch eine bessere Wahl im Vergleich zu Polyester, Nylon und anderen Synthetikstoffen, die Plastik ähneln. Genauso wie Nylon oder andere Polyamide zeichnet sich Econyl durch Festigkeit, Wasserresistenz und schnelle Trocknung aus, also eine perfekte Wahl für unsere neuen Schwimm- und Sport-Artikel. Der Nachteil ist, dass Econyl beim Waschen dennoch Mikroplastik freisetzt, welches im Klärwerk nicht herausgefiltert werden kann und so in unsere Seen und Meere gelangt. Daher ist Econyl eine gute Wahl für Gegenstände, die nicht so oft gewaschen werden, z. B. Badekleidung oder Accessoires. Investiert bei Gelegenheit auch in einen Wäscheschutzsack, der das Mikroplastik von Synthetikstoffen in der Waschmaschine aufsammelt. 

Econyll

Trotz der steigenden Auswahl an nachhaltigen Materialien solltest du dir diese 3 Rs zum Thema „Nachhaltige Materialien“ unbedingt merken: Reduce, Reuse & Recycle. Gerne weniger, dafür qualitativ hochwertige Materialien!